Konzentriertes Lernen leicht gemacht: Hörsaal 9
Entstehung
Der Hörsaal H9 wurde als Erweiterung des bestehenden Hörsaalzentrums der Hochschule Bochum geplant, um den steigenden Bedarf an großen Lehrveranstaltungsräumen zu decken. Die Hochschule trat dabei selbst als Bauherrin auf. Der Entwurf stammt vom Bochumer Architekturbüro Banz + Riecks Architekten, das sich in einem europaweiten Vergabeverfahren durchsetzte. Nach Baubeginn im Jahr 2017 wurde der Hörsaal 2019 fertiggestellt und am 13. November 2019 offiziell eröffnet.
Architektur und Konzept
Mit 350 Sitzplätzen ist H9 der größte Hörsaal der Hochschule Bochum. Das Gebäude wurde unter konsequenten Nachhaltigkeitsaspekten entwickelt und zeichnet sich durch sein sichtbares Holztragwerk aus BauBuche, großflächige Glasfassaden und die direkte Einbindung in den angrenzenden Landschaftsraum aus. Der Baukörper kragt über das Gelände aus, ohne den geschützten Waldbereich zu beeinträchtigen. Eine umlaufende Galerie eröffnet den Blick in die Baumkronen des benachbarten Waldgebiets und prägt die besondere Atmosphäre des Gebäudes.
Heutige Nutzung
Heute dient H9 als zentraler Veranstaltungsort für Vorlesungen, Konferenzen und hochschulweite Veranstaltungen. Neben seiner modernen Medien- und Veranstaltungstechnik überzeugt der Hörsaal durch eine hohe Aufenthaltsqualität und ausgezeichnete Akustik. Als größtes Auditorium der Hochschule bildet er einen wichtigen Mittelpunkt des Campuslebens.
Der Hörsaal H9 steht beispielhaft für nachhaltiges und zukunftsorientiertes Bauen an der Hochschule Bochum. Die Kombination aus innovativer Holzbauweise, energieeffizienter Geothermieversorgung und sensibler Einbindung in die vorhandene Campusstruktur macht das Gebäude zu einem Vorzeigeprojekt der Hochschulentwicklung. Für seine architektonische Qualität erhielt der Neubau 2020 eine Anerkennung beim Architekturpreis Bochum–Hattingen–Herne–Witten des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA).