Viele Persönlichkeiten. Zwei Standorte. Eine BO.
Prof. Dipl.-Ing. Erhard An-He Kinzelbach MSAAD

Entwerfen und Baukonstruktion

Lehre & Forschung

Entwerfen

SS 18

Bijan Gies
Bijan Gies
Polina Popova
Polina Popova

Future of Living: Together  w/ Tongji University

Prinzipien des Teilens und Teilnehmens - Stichwort Sharing Economy - werden die Gesellschaft grundlegend verändern, sowohl in China als auch in Deutschland. Diese neuen kollektiven Prozesse werden zu einem wesentlichen Teil in Gebäuden stattfinden. Es ist Aufgabe der Architekten, diese Räume zu definieren und zu entwerfen und so die Zukunft, in der wir leben werden, verantwortungsvoll mitzugestalten. Im Rahmen des Joint Design Studio „Future of Living: Together!“ wurden gemeinsam mit Studierenden an der Tongji Universität Shanghai unter Anleitung von Prof. Iris Belle und Binke Lenhardt von Crossboundaries Beijing stadträumliche Strategien und Gebäudetypologien im Spannungsfeld zwischen Privatsphäre und Gemeinschaft entwickelt. Gegenstand der Entwürfe war, wie Räume das Teilen von Zeit und Raum, von Wissen, Fertigkeiten und Gebrauchsgegenständen möglich machen und gleichzeitig die Privatsphäre des Einzelnen und der Kernfamilie bewahren können. Es entstanden programmatische Projekte, in denen das Leben in der Gemeinschaft besser erscheint als das Leben alleine.

 

Principles of sharing and participation (sharing economy) will fundamentally change society, both in China and in Germany. To a large extent, these new collective processes will take place in buildings. It is the architect´s task to define and design these spaces and to responsibly shape the future we live-in.

As part of the Joint Design Studio "Future of Living: Together!" together with students at Tongji University Shanghai under the guidance of Prof. Iris Belle and in collaboration with Binke Lenhardt of Crossboundaries Beijing, diverse urban spatial strategies and building typologies were developed. These showed how spaces enable the sharing of time and space, of knowledge, skills and commodities, while preserving the privacy of the individual or the nuclear family. Programmatic projects have emerged in which life in the community seems far better than life alone.

WS 17

Johannes Büge
Johannes Büge
Johannes Büge

Twelve Stars: EU Delegation in London

Die Europäische Union befindet sich im Jahr des 60. Jubiläums der Römischen Verträge in einer Krise. Innere und äußere Akteure zwingen sie auf eine erneute Suche nach der eigenen Identität. Jede bauliche Vertretung der EU ist potenziell eine architektonische Manifestation dieser Identität - ein europäisches Manifest, übersetzt in Materialien, räumliche Organisation und Struktur. Die Entwurfsprojekte widmeten sich am Beispiel der konkreten Entwurfsaufgabe einer Delegation der EU im London nach dem Brexit der Frage, welche Rolle Architektur als Mittel der Repräsentation und Kommunikation von Werten spielt und wie sie so eine Schlüsselrolle bei einer Neufassung der Außendarstellung der EU und damit auch der Identität der EU bzw. Europas spielen könnte. 

The European Union is in crisis in the year of the 60th anniversary of the Treaty of Rome. Inner and outer actors force it to once again search for its own identity. Any representational architecture of the EU is potentially an architectural manifestation of this identity - a European manifesto translated into materials, spatial organization and structure. The design projects dealt with an EU delegation in London after the Brexit. The studio research was about the role architecture plays as a means of representation and communication of values ​​and how it could play a key role in reformulating an external representation of the EU and thus the identity of the EU or Europe.

SS 17

Johannes Büge
Johannes Büge

24H Kita in Hattingen (Erstentwurf)

Der Wandel der Lebensumstände und Arbeitswelten und die Debatte um einen Rechtsanspruch auf Betreuungsplätze für Kinder unter drei sind gesellschaftliche Veränderungen, die nicht spurlos an der Typologie des Kindergartens vorbeigehen. Eines der Zukunftsmodelle scheint der 24h-Kindergarten zu sein. Der Erstentwurf beschäftigte sich mit der konzeptionellen Entwicklung und Planung eines 24h-Kindergartens in Hattingen.

The change in living conditions and working environments and the debate about a legal entitlement to childcare for children under the age of three are social changes that already started to transform the typology of the kindergarten. One of the models of the future seems to be the 24h kindergarten where parents have the possibility to leave their children overnight. The studio brief dealt with the conceptual development and planning of a 24-hour kindergarten in Hattingen.

WS 16

Moritz Widmann
Moritz Widmann

Friendly Alien: AIV-Schinkel Wettbewerb

Die Auslobung des AIV-Schinkel-Wettbewerbs 2017 bildete die Grundlage der Aufgabenstellung des Entwurfs. Sie konzentrierte sich auf das Westkreuz, eine der prägnantesten Zäsuren im Berliner Stadtgefüge. Ziel war es, mit Hilfe von Großformen als neu interpretiertem, aber nach wie vor probatem architektonisch-städtebaulichen Mittel Entwicklungs- und Raumpotentiale rund um den bestehenden Verkehrsknotenpunkt zu erschließen. Dementsprechend wurden Stadtmaschinen entworfen, die neue Stadträume erschließen, bestehende Zäsuren überbrücken, Enklaven nutzbar machen, und städtische Dichte und Mischung neu interpretieren.

The design brief used the 2017 AIV Schinkel competition brief as a basis. It focused on Westkreuz, one of the most significant breaks in Berlin's urban fabric. The aim was to use megalithic structures in order to develop solutions to re-order and use the spatial potential around the existing infrastructural hub. The resulting machines for living defined new urban spaces, bridged existing breaks, harnessed enclaves, and reinterpreted urban density and mix.

SS 16

Max Leistikow
Max Leistikow

Da capo: Konzerthalle im Werksviertel

Ausgehend von dem typologischen Spannungsfeld der Konzertsaal-Extreme „Schuhschachtel“ und „Weinberg“ wurde ein Konzertsaal auf dem Werksviertel-Gelände am Ostbahnhof in München entworfen, der nicht nur den funktionalen Anforderungen an einen modernen Konzertsaal gerecht wird, sondern auch das Konzerthaus als offenes Haus inmitten der zu erwartenden Urbanität der sich im Wandel befindlichen Umgebung interpretiert. So sollte der Entwurf und die Außenraumgestaltung des neuen Hauses bewusst mit Hilfe architektonischer Mittel einen niederschwelligen Zugang zur Konzertkultur schaffen und so ein Haus für alle unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen ermöglichen. 

The studio research dealt with the typological extremes "shoe box" and "vinyard" in order to design a concert hall at the Werksviertel site in Munich. The project was not only supposed to fulfill the functional requirements of a modern concert hall, but it was also meant to celebrate the concert hall as an open house surrounded by the emerging urbanity in the Werksviertel area. Therefore, espeacially the exterior design of the new building was intended to deliberately create a low-threshold access to concert culture with the help of architectural means, thus offering a cultural venue to all different population groups.

WS 15

Verena Wevers
Maureen Neels
Tristan Rath

Vertikaler Kiez

Als Le Corbusier die Unité d’Habitation baute, stand weder eine bestimmte Klientel noch das effiziente Stapeln von Wohneinheiten, sondern nicht weniger als eine neue Idee von vertikalem Wohnen auf der Agenda. Die Entwurfsklasse behandelt dieses Leitbild der vertikalen Stadt und setzt sich mit der Typologie des Wohnhochhauses und der vertikalen Organisation gemeinschaftlichen Wohnens auseinander. Hierbei dient der Bestand des derzeit leerstehendes Hochhaus Steglitzer Kreisel in Berlin gleichermaßen als Grundstück und als Experimentierfeld für prototypische vertikale Kieze.

When Le Corbusier built the Unité d’Habitation, the real agenda was neither to satisfy a specific user group nor to stack housing units as efficiently as possible, but to imagine an entirely new idea of vertical living. The studio explores the concept of a vertical city by dealing with the typology of the housing highrise and vertical organizations of communal living. The currently unused highrise building Steglitzer Kreisel in Berlin serves both as a site and a testing field for prototypical vertical villages.


Baukonstruktion
Turmhaus
Reihenhaus
Hofhaus
Turmhaus
Reihenhaus

Massivbau / Filigranbau

Entwerfen und Konstruieren sind nicht nur untrennbar miteinander verbunden, sie bedingen sich gegenseitig. Baukonstruktion 2 beschäftigt sich mit einer Entwurfsaufgabe, die sowohl im Massivbau (Mauerwerk) als auch im Filigranbau (Holzrahmenbau) geplant wird. Dies soll die Interdependenz zwischen Entwurfsaufgabe, Konstruktionsart und Material verdeutlichen. Im Resultat entstehen zwei unterschiedliche Projekte aus ein und derselben Aufgabenstellung heraus. In der baukonstruktiven Übung wird dieser Entwurf eines Hauses zum Wohnen und Arbeiten für das Zusammenleben von 4-5 Personen im Rahmen eines selbstgewählten Szenarios, einem gesamtheitlichen Entwurfsgedanken folgend, Schritt für Schritt unter Berücksichtigung der notwendigen Rückkoppelung zwischen dem Konstruieren und dem Entwerfen bis ins baukonstruktive Detail entwickelt. Die Typologie wechselt im Jahresrhythmus: Hofhaus, Reihenhaus, Turmhaus etc. Hierbei werden Typologie und Tektonik, Material und Form, Ordnung und Schichtung, Fügung und Detail gleichermaßen behandelt. Das Projekt wird entsprechend einer Werkplanung mit ausgewählten Detailpunkten präsentiert. 

Architectural design and construction are not only inseparable but interdependent. Building Construction 2 deals with a design task that is to be constructed both in solid construction (masonry) and in filigree construction (wood framing). This shows the interdependence between design task, construction type and material. As a result, two different projects emerge from one and the same task. In the design exercise, the students’ design of a house for living and working for 4-5 people is followed through step by step, from the whole to the part, taking into account the necessary feedback between design intent and architectural and material detail. The design tasks’ typology changes annually: courtyard house, row house, tower, etc. Here, typology and tectonics, material and form, order and stratification, joint and detail are treated equally. The project is presented through a set of construction documents with details drawings.

2017

Christian Aguilar, Jonas Lenkewitz
Christian Aguilar, Jonas Lenkewitz
Christian Aguilar, Jonas Lenkewitz
Christian Aguilar, Jonas Lenkewitz
Christian Aguilar, Jonas Lenkewitz
Christian Aguilar, Jonas Lenkewitz

2016

Bijan Gies, Tobias Schüttfort
Bijan Gies, Tobias Schüttfort
Bijan Gies, Tobias Schüttfort
Bijan Gies, Tobias Schüttfort
Bijan Gies, Tobias Schüttfort
Bijan Gies, Tobias Schüttfort

2015

Sebastian Hertel, Moritz Widmann
Franziska Fischer, Lena Wollenweber
Simon Grewe, André Tenkamp
Simon Grewe, André Tenkamp

Thesis

SS 18

Joel Saldeck
Joel Saldeck
Joel Saldeck

Fourth Place - Future of Living

Wie wollen und werden wir in Zukunft leben bzw. wohnen? Sowohl die demographische Entwicklung, als auch das Wachstum der Städte und das Erstarken der Sharing Economy animieren dazu, nach neuen Typologien für das Zusammenleben in der Gemeinschaft zu suchen, die ein bezahlbares, nachhaltiges und sozial inklusives Leben in der Stadt ermöglichen. In unserem Zusammenleben in der Stadt sind wir geprägt von unseren Dritten Orten – Orte, an denen soziale Interaktion geschieht, die zufällige und absichtliche Begegnung gleichermaßen ermöglicht.  In der Informationsgesellschaft verschmelzen die Grenzen zwischen den Ersten, Zweiten und Dritten Orten zunehmend. Wie würde ein zukünftiger Ort des Wohnens bzw. Lebens - nennen wir ihn Vierter Ort bzw. Fourth place - aussehen, der alle diese Orte räumlich und programmatisch vereint?

How do we want to live in the future? The demographic trends, as well as the growth of cities and the emergence of the sharing economy are driving people to search for new types of communal living that will make life in the city affordable, sustainable and socially inclusive. While living in the city, we are shaped by our Third Places, where social interaction allows for coincidental and deliberate encounters alike. In the information society, the boundaries between the First, Second and Third Places are increasingly merging. How would a future place for living - let‘s call it the Fourth place - look like, which unites all three places spatially and programmatically?

WS 17

Tuan Anh Nguyen
Tuan Anh Nguyen

Twelve Stars - EU Delegation in London

Die Europäische Union befindet sich im Jahr des 60. Jubiläums der Römischen Verträge in einer Krise. Innere und äußere Akteure zwingen sie auf eine erneute Suche nach der eigenen Identität. Jede bauliche Vertretung der EU ist potenziell eine architektonische Manifestation dieser Identität - ein europäisches Manifest, übersetzt in Materialien, räumliche Organisation und Struktur. Die Entwurfsprojekte widmeten sich am Beispiel der konkreten Entwurfsaufgabe einer Delegation der EU im London nach dem Brexit der Frage, welche Rolle Architektur als Mittel der Repräsentation und Kommunikation von Werten spielen kann und wie sie so eine Schlüsselrolle bei einer Neufassung der Außendarstellung der EU und damit auch der Identität der EU bzw. Europas spielen könnte. 

The European Union is in crisis in the year of the 60th anniversary of the Treaty of Rome. Inner and outer actors force it to once again search for its own identity. Any representational architecture of the EU is potentially an architectural manifestation of this identity - a European manifesto translated into materials, spatial organization and structure. The design projects dealt with an EU delegation in London after the Brexit. The studio research was about the role architecture plays as a means of representation and communication of values ​​and how it could play a key role in reformulating an external representation of the EU and thus the identity of the EU or Europe.

 

SS 17

Max Leistikow
Tristan Rath

Nine Hours - Mikro Hotel an der High Line

Die Thesis beschäftigte sich mit dem Entwurf eines Micro Hotels, einem Typus der vor allem in urbanen Metropolen immer häufiger anzutreffen ist und sich an urbane Nomaden richtet. Das Micro Hotel liegt auf einem selbstgewählten Grundstück entlang der High Line, einer umgenutzten Hochbahntrasse in New York. Die Micro Hotels setzeneinerseits im Bereich der privaten Zimmer auf Effizienz, räumliche Kompaktheit, also Reduktion von Quantität; andererseits fließen die öffentlichen Räume, also Lobby, Rezeption, Gastronomie, Fitnessraum und Pool ineinander. Man spricht nicht mehr von Lobby oder Restaurant, sondern in Neudeutsch vom „Living Room“. In diesen urbanen Wohnzimmern findet, insbesondere in der besonderen Lage am High Line Park, eine programmatische und gemeinschaftliche Mischung und Begegnung zwischen Hotelgästen und Stadtbewohnern statt.

The thesis deals with the design of a micro hotel, a type that is more and more common in urban metropolises and aims at a specific user group - the urban nomads. The micro hotel is located on a self-chosen site along the High Line Park, a revived elevated rail track in New York City. In the private rooms, the Micro Hotels focusses on efficiency, spatial compactness, ie reduction of quantities; On the other hand, the public spaces, ie lobby, reception, dining, gym and pool flow into one another. One no longer speaks of the lobby or restaurant, but the urban “living room". In these living rooms, especially in the special location of the High Line Park, a programmatic and communal mixture provokes encounter between hotel guests and city dwellers.


Stegreif

SS 16

Schlusspräsentation Zeche eins (Foto Alexander Schneider)
Verena Wevers
Stegreifbearbeitung (Foto Jan Kampshoff)

Akupunktur: Ein Quartier / Kein Quartier

Der Ferienstegreif wurde in Kooperation mit  modulorbeat (Marc Günnewig, Jan Kampshoff) durchgeführt. Er beschäftigte sich mit dem Kreativquartier Prinz Regent in Bochum und fand vor Ort, in den Räumen der Zeche eins statt. Dort, auf dem Gelände sind viele kreative Potenziale versammelt, doch das alleine macht noch keine Stadt und kein lebendiges Quartier aus. Aufgrund dieser Ausgangsituation stellte sich hier eine ganz besondere Aufgabe: da wo Kreativität ist, soll Stadt werden. Doch wie kann Stadt entstehen und was braucht ein Quartier? Um dieser Frage nachzugehen, wurde das Prinzip der Akupunktur als methodisches Entwurfsinstrument eingesetzt, mit der Hypothese, dass man mittels kleinster Eingriffe im Stadtraum bzw. kleiner architektonischer und innenräumlicher Interventionen große Wirkungen für den Stadtraum, die größere Umgebung bzw. den Quartiers- und Gebäudeorganismus als Ganzes erzielen kann. Die Ergebnisse des Ferienstegreifs wurden im Rahmen der öffentlichen Werkschau „Ein Quartier-Kein Quartier“ auf dem Areal des Kreativquartiers Prinz Regent am 17.2.17 der Öffentlichkeit präsentiert.

The design workshop was carried out in cooperation with modulorbeat (Marc Günnewig, Jan Kampshoff). It dealt with the creative quarter Prince Regent in Bochum and took place on site, in the premises of the former mine. There, many creative potentials already exist on the site, but that alone does not mark urbanity or a living quarter. But how can an urban condition arise and what does a neighborhood need? To investigate this question, the principle of acupuncture was used as a methodological design instrument, with the hypothesis that by means of minimal interventions in space or small architectural and interior interventions large effects for the urban space, the larger environment or the neighborhood and building organism as a whole can be achieved.

WS 16

Alexander Rakow (Preisträger)
Alexander Rakow (Preisträger)
Ausstellungseröffnung mit RUB-Dezernentin Ina Schwarz

Polyvalenz: Umbau UV-Foyer Ruhr Universität

Das Baudezernat der Ruhr Universität lobte für die Neugestaltung des Foyers des UV-Gebäudes einen Studentenwettbewerb aus, der als Stegreifentwurf am Fachbereich Architektur der Hochschule Bochum durchgeführt wurde. Die bereits bestehenden funktionalen Bausteine des Foyers (Eingangshalle, Infopoint, Unishop, Café, PC-Terminals), die derzeit ein zusammenhangsloses Stückwerk ohne räumliches Konzept darstellen, sollten ergänzt und in ein gestalterisches Kontinuum in Form eines polyvalenten Raums mit Wahrnehmbarkeit und Aufenthaltsqualität integriert werden. Gesucht war also eine Raumgestaltung, die viele Funktionen und Eigenschaften in sich vereint, flexibel und interpretierbar ist, nicht jedoch gesichtslos und neutral - eine Raumgestaltung, die einen Ort markiert und einen flexiblen und anpassungsfähigen Rahmen schafft, der durch die Benutzer ausgefüllt und zum Leben erweckt wird. 

The building department of Ruhr University was looking for a redesign of the UV building lobby. For this purpose, a student competition was carried out at the Department of Architecture of the University of Applied Sciences Bochum. The existing functional units in the lobby (entrance hall, Infopoint, Unishop, café, PC terminals) currently represent an incoherent assemblage without any spatial concept. The design brief asked for an overall concept with some added functions. Together these were to form a polyvalent continuous space with perceptibility and quality of stay – an interior design that combines many functions and properties, that is flexible and interpretable, but not faceless and neutral, and that marks a place that is ultimately brought to life by its users.

WS 15

Mohammed Kazzaz
Vera Kramer
Vera Kramer

Camouflage: Tierbeobachtung auf der Wahner Heide

Während man Camouflage hinlänglich aus dem Tierreich kennt, begegnet sie uns bei den menschlichen Artefakten fast nur im Zusammenhang mit dem Militär. Der Stegreif experimentiert beim Entwurf einer Tierbeobachtungshütte im Naturschutzgebiet Wahner Heide mit der Anwendung von Camouflage als performativem Effekt in der Architektur und beschäftigt sich mit Themen wie Unsichtbarkeit, Tarnung, Maßstabsbrechung und der Unschärfe zwischen Vorder- und Hintergrund und zwischen dem Objekt und seiner Umgebung. Dabei werden Strukturen entworfen, die die Wirkung der Tarnung als entwurfs-, konstruktions- und materialbestimmendes Element verwenden.

While we are very familiar with the notion of camouflage in nature, it seems that in the realm of human artefacts it rarely appears outside of the context of the military. In designing an animal observation hut at the natural reserve Wahner Heide, the Stegreif explores the performative capacity of camouflage in architecture, dealing with aspects of invisibility, disguise, scale refraction and blurring relationships between fore- and background, figure and ground. The observation huts designed in the course move beyond conventional solutions in that they use camouflage as a critical parameter for design, structure and material.


Wahlpflichtfach

WS 15

Annika Lülf, Alexander Prekas, Joel Saldeck
Annika Lülf, Alexander Prekas, Joel Saldeck

Design as research – research as design: Mitten Drin

Im architektonischen Entwurf wird Forschung nicht in rein wissenschaftlicher Form betrieben, sondern in einer subjektiveren Variante, in der der Prozess zum Erkenntnisgewinn eher dem der Recherche eines Autors ähnelt, der Fakten sammelt und sie zu neuen Narrativen synthetisiert. Erprobt wird dies im Wahlmodul anhand der Aufgabenstellung des 7. Baumeister-Studentenwettbewerbs „Mitten Drin“, die nach kreativen Entwurfsideen zur Lösung der derzeitigen Flüchtlings- und Wohnbaukrise sucht. Insgesamt wurden zwei Projekte zum Wettbewerb eingereicht. Das Projekt Urban Collective von Annika Lülf, Andreas Prekas und Joel Saldeck wurde mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet.

In architectural design, research is not conducted in a strictly scientific way. With its subjective and inventive capacity, it is more comparable to the research of an author collecting information in order to assemble new narratives. In the elective course, this methodology is tested on the 7thBaumeister student competition “Mitten Drin” and its design brief asking for creative design solutions to the current refugee and housing crisis. Two student projects were submitted to the competition, the project Urban Collective by Annika Lülf, Alexander Prekas and Joel Saldeck was granted an honorable mention.

WS 15

Helen Kühn

Facade Remixed

Der Bedarf an funktionaler Anpassungsfähigkeit und programmatischer Hybridisierung in Gebäuden und der Fokus auf ihre Nachhaltigkeit verlangen nach “robusten” Fassaden, die individuell, differenziert und zugleich modular und anpassungsfähig sind. Das Wahlmodul identifiziert und analysiert mit der Präzision eines Anatoms bestehende, alltägliche Gebäudefassaden. Die Analyse dient der Erstellung parametrischer Kataloge, mit denen robuste Fassaden und ihre Variationen sythetisiert werden können.

Today’s need for functional adaptations and programmatic hybridizations in buildings on the one hand and the focus on resource efficiency on the other lead to a demand for „robust“ facades that can at once be individual and differentiated, yet modular and adaptive. The elective course identifies and analyzes pre-existing generic facades in order to develop a parametric catalogue from the extracted façade bits. The catalogues allow for the synthesis and remix of new façade variations.


Architecture Summer Talks

2018

Vortrag Herzog & de Meuron
Julian Amann, Jan Schellhoff, Stefan Rutzinger
Steffen Riegas, Hannes Mayer, Tobias Schwinn

Summer Talks 2018: Real Digital

(Blue Box Bochum, 18h)

Die Zukunft des Bauens ist digital. Entsprechend verändert sich die Architektur in allen Bereichen, vom Entwurf über die Planung bis hin zur Fertigung.  Was macht die Digitalisierung mit unserer Baukultur? Das wollen wir debattieren. Die Vortragsreihe widmet sich unterschiedlichen Aspekten der sich durch Digitalisierung und Industrie 4.0 verändernden Entwurfs- und Planungsmethodik. Es geht um digitales Entwerfen und Konstruieren, Parametrik und Programmierung, BIM, digitale Fabrikation und Robotik, und virtuelle und erweiterte Realitäten. 

The future of architecture is digital. There will be transformations at all levels, from design and planning to fabrication and construction.  How will digitalization change our building culture? That is the topic we want to debate. This lecture series will discuss the whole range of changes that digitalization and industry 4.0 bring to the field of architecture: computational design and construction, parametric modelling and coding, digital fabrication, BIM, as well as virtual and augmented realities.

17.5.18 kaulquappe, Zürich

(Julian Amann: Digitale Schönheit)

14.6.18 UNStudio, Amsterdam

(Jan Schellhoff: Real durch Digital)

21.6.18 soma, Wien/Innsbruck

(Prof. Stefan Rutzinger: Vague Formation)

28.6.18 Herzog & de Meuron, Basel

(Steffen Riegas: Digital Productivity)

5.7.18 Gramazio Kohler Research/ETHZ, Zürich 

(Hannes Mayer: The Inner Forms of Tomorrow)

12.7.18 ICD/Universität Stuttgart    

(Tobias Schwinn: Designing Behaviours – Behaviour-based Design)

2017

Vortrag Thomas Sieverts
Binke Lenhardt, Thomas Willemeit, Juan Lucas Young

Architecture Summer Talks 2017

(Blue Box Bochum, 18h)

Die zweite Ausgabe der Summer Talks vereinte Architekten und Stadtplaner aus vier Ländern in einer losen, diskursiven Serie von Werkvorträgen.

In the second edition of the Summer Talks architects and urbanists from four countries shared their current work in a loose series of discursive lectures.

20.4.17 CROSSBOUNDARIES, Beijing

(Binke Lenhardt: Crossing into another context)

27.4.17 Thomas Sieverts, München

(Thomas Sieverts: Die Stadt als Arche Noah)    

11.5.17 Sauerbruch Hutton, Berlin

(Juan Lucas Young: Six Projects)                               

18.5.17 Buchner Bründler Architekten, Basel 

(Andreas Bründler: Form und Raum)                                

1.6.17 GRAFT, Berlin 

(Thomas Willemeit: Dream. Design. Deliver.)

12.7.17 Sir Peter Cook, London

(Sir Peter Cook: CRAB Studio)

2016

Vortrag querkraft

Architecture Summer Talks 2016

(Blue Box Bochum, 18h)

28.4.16 querkraft, Wien

(Gerd Erhartt: Poetischer Pragmatismus)

12.5.16 Brandlhuber + Emde Burlon, Berlin

(Thomas Burlon: Strategien gegen Architekturen)

19.5.16 HHF, Basel

(Simon Frommenwiler: HHF-Unfinished)

30.6.16 modulorbeat, Münster

(Marc Günnewig und Jan Kampshoff: Produktive Naivität)


Baukultur Kino

2018/19

Baukultur Kino: Familiengeschichten Teil 1

(Kino Metropolis Bochum, 18h)

14.11.18 REM

Tomas Koolhaas über seinen Vater Rem

12.12.18 Die Böhms

Architektur einer Familie

16.01.19 My Architect

Nathaniel Kahn über seinen Vater Louis Kahn


Exkursionen/Workshops

SS 18

Joint studio workshop w/ Tongji University CAUP

Im Rahmen des Joint Design Studio „Future of Living: Together!“ der Professur Kinzelbach, Hochschule Bochum mit Prof. Iris Belle an der Tongji Universität Shanghai fand vom 30.5.-9.7.2018 ein Workshop mit Exkursionen in Shanghai statt. Die Eindrücke aus Shanghai und Umgebung (u.a. die Linong-Strukturen, kollektiver Wohnungsbau der 50er-70er, das Wasserdorf Xinchang Guzhen, der Campus der China Academy of Art von Wang Shu mit Museen von Alvaro Siza und Kengo Kuma) und die begleitenden Vorträge von Hao Dong (crossboundaries) und Pascal Hartmann (logon) bildeten einen interessanten Rahmen für den Workshop, zu dessen Ende die Studierenden innovative Konzepte gemeinschaftlichen Wohnens in Shanghai in Form von Clusterwohnungen, Sockeltürmen, Innenhöfen, Brückenhäusern, urbanen Akupunkturen und Megastrukturen präsentierten.

The workshop and excursion took place from 30.5.-9.7.2018 as part of the joint design studio „Future of Living: Together!“ between Prof. Kinzelbach, Bochum University of Applied Sciences and Prof. Iris Belle, Tongji University CAUP Shanghai. The impressions from the day trips in and around Shanghai (including the Linong structures, collective housing development of the 50s-70s, the water village Xinchang Guzhen, the campus of China Academy of Art by Wang Shu with museums by Alvaro Siza and Kengo Kuma) and the accompanying spot lectures by Hao Dong (crossboundaries) and Pascal Hartmann (logon) provided an interesting framework for the workshop, culminating in students presenting innovative concepts of community living in Shanghai in the form of cluster apartments, pedestal towers, patios, bridge houses, urban acupunctures, and megastructures.


Information

Biografie

Erhard An-He Kinzelbach, Architekt BDA, Dipl.-Ing. MSc AAD

  • 1994-2002 Architekturstudium TU Darmstadt, ETH Zürich, Columbia University, Diplom mit Auszeichnung, MSc with Honors
  • 1996-2002 Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und des DAAD
  • 2001 Bruno und Max Taut Stipendiat des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
  • 2002-2004 Mitarbeit OMA/Rem Koolhaas NY, ROY Co. NY, Foreign Office Architects
  • Seit 2007 Freier Architekt, KNOWSPACE,  www.knowspace.eu
  • 2004-2008 Universitätsassistent, Akademie der Bildenden Künste Wien
  • 2005-2006 Gastdozent, Academy of Fine Arts and Design Bratislava
  • 2010-2012 Professor, China Academy of Art
  • Seit 2015 Professor für Entwerfen und Baukonstruktion, Hochschule Bochum
  • Seit 2007 Mitglied Kammer d. Architekten u. Ingenieurskons. Wien/Burgenl./NÖ, Staatlich geprüfter und beeideter Ziviltechniker
  • Seit 2012 Mitglied Architektenkammer Berlin
  • Seit 2013 Mitglied Bund Deutscher Architekten (BDA) und AKJAA im BDA

Team

Dipl.-Ing. Anja Köster, Wiss. Mitarbeiterin BK2, Raum A 5-09b, anja.koester(at)hs-bochum.de

Meike Dobrott, MSc, Lehrauftrag BK2

André Hack, MSc, Lehrauftrag BK2

Ehemalige: Dipl.-Ing. Daniel Dratz MSc, Marko Hüsch BSc, Alexander Prekas, Christina Runkel, Joel Saldeck

Gastkritiker: Dr. Iris Belle (Tongji University), Jason Danziger (thinkbuild, Berlin), Dong Hao (Crossboundaries, Beijing), Daniel Dratz (Dratz+Dratz Architekten), Pascal Hartmann (logon, SHanghai), Marko Hüsch (Bochum), Aysin Ipekci (STUDYO Architects, Köln), Christian Junge (Urbanlogic Ltd, Hong Kong), Binke Lenhardt (Crossboundaries, Beijing), Daniel Lopez-Perez (University of San Diego), Jaime Salazar (Bochum), Andreas Schüring (Schüring Architekten, Münster), Lukas Staudinger (Polygonal, Berlin), Simon Wienk-Borgert (AEdT, Düsseldorf)


Auszeichnung

BDA SARP Award 2018

Einladung zum Workshop in Berlin (10 jahrgangsbeste Abschlussarbeiten in Deutschland)

Max Leistikow

BDA Masters 2017

Preisträger

Max Leistikow

AIV-Schinkel Wettbewerb 2017

Engere Wahl

Moritz Widmann

Baumeister Studentenwettbewerb 2016

Anerkennung

Annika Lülf

Alexander Prekas

Joel Saldeck

 


Prof. Dipl.-Ing. Erhard An-He Kinzelbach, M.Sc.
Fachbereich Architektur
Hochschule Bochum
Lennershofstr. 140
44801 Bochum
Raum: A 5-06
Tel.: +49 234 32 10136
Fax: +49 234 32 14221

Termine

Stegreif: Ausgabe 6.12.18, 17:15h BB (Unterlagen Download auf MeineBO!), Abgabe 11.12.18 12:00h digital! (Email oder download link)

Baukonstruktion 2: 31.10.18 Entwurfsplanung, 05.12.18 Werkplanung, 16.01.19 Detailplanung, 12.-13.03.19 Schlusskolloquien

Entwurf: 22.11.18 Pinup, 20.12.18 Midterm, 14.03.19 Schlusskolloquium

Thesis: 23.-24.01.19 Schlusskolloquien

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