Viele Persönlichkeiten. Zwei Standorte. Eine BO.

Mit E-Rollern quer durch Deutschland

18 Tage | > 25 Städte | > 2.500 km

[17.08.2021] Information für die Presse zur Deutschlandtour

Sharingangebote mit elektrifizierten Leichtfahrzeugen (Mikromobilität) werden in Verbindung mit dem ÖPNV eine Alternative zum Auto darstellen und ein hohes Potenzial für die urbane Verkehrswende haben. Mit dieser Vision stellen sich die Mitarbeitenden des Labors für Nachhaltigkeit in der Technik an der Hochschule Bochum gemeinsam mit Studierenden der Projektstudie BObby Sharing einer besonderen Herausforderung: in 18 Tagen, über 25 Städte und 2.500 km. 

Diese Strecke werden Studierende und Mitarbeitende mit E-Mopeds zurücklegen, um auf die Potenziale der Mikromobilität aufmerksam zu machen. Das Team möchte zeigen, wie leichte Elektrofahrzeuge und deren Infrastruktur in das Stadtbild integriert werden können und welchen Beitrag diese zur Nachhaltigkeit leisten. Auf der Route treffen sich die Studierenden mit Vertreter*innen der Stadtverwaltungen, der Stadtwerke, der Universitäten und Sharingdienstbetreibern.

Studierende und Forschende testen E-Roller auf der Langstrecke

Start der Deutschlandtour mit E-Rollern an der Bochumer Jahrhunderthalle
Start der Deutschlandtour mit E-Rollern an der Bochumer Jahrhunderthalle

Die Tour findet im Rahmen des BMBF-geförderten Forschungsprojektes „Smart City Sustainable Mobility" (SCiSusMob) des Labors für Nachhaltigkeit in der Technik und des Lehrprojektes “BObby Sharing” statt. Unter der Leitung von Herr Prof. Dr.-Ing. Semih Severengiz untersucht das Labor für Nachhaltigkeit in der Technik im Reallabor die ökologischen Potenziale der Mikromobilität und konzipiert Lösungsansätze für die Herausforderungen der Verkehrswende. Das neue Klimaschutzgesetz verlangt die Treibhausgasemissionen des Verkehrssektors zwischen 2020 und 2030, um über 40 % zu reduzieren. Gleichzeitig stellen sich Kommunen Herausforderungen wie Flächenknappheit, Lärm und Luftverschmutzung. Eine Elektrifizierung der Pkw-Flotte allein reicht für die Verkehrswende aber nicht aus, sondern es werden energie- und ressourceneffizientere sowie geteilte Mobilitätsformen benötigt. Elektrifizierte Mopeds bieten einen interessanten Anwendungsfall, um das Potenzial von elektrifizierten Leichtfahrzeugen zu analysieren. Die bisherige Forschung an der Hochschule Bochum zeigt bereits, dass das E-Moped-Sharing im besten Fall sogar geringere Treibhausgas-Emissionen als der ÖPNV verursacht. Aber Lösungen für die Mikromobilität sind kein Selbstläufer, sondern benötigen eine regenerative Energieversorgung, entsprechende Ladeinfrastruktur und regulative Maßnahmen wie ausgewiesene Stellplätze, um zur Verringerung der CO2-Emissionen beizutragen.  

Im Rahmen der Deutschlandtour sollen im Dialog mit Stakeholdern das ökologische Potenzial der neuartigen Mobilitätsformen sowie die Alltagstauglichkeit und mögliche Hemmnisse am Beispiel von E-Mopeds diskutiert werden. Das Team möchte zeigen, welche Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Nachhaltigkeit der Mikromobilität beitragen und verdeutlichen welchen Aufgaben sich Kommunen zur Beschleunigung der Verkehrswende stellen müssen. Hierbei werden auch die bisherigen Forschungsergebnisse präsentiert wie Ökobilanzierungen von Sharingdiensten oder innovative Konzepte zur Ladeinfrastruktur wie eine selbst entwickelte Solarladestation. 

Netzwerk für nachhaltige Mobilität

Unterwegs auf der Deutschlandtour mit E-Rollern

Der Startschuss zur Deutschlandtour erfolgte am 17. August 2021 am Bochumer Hochschulcampus. Die Route führt die Fahrer*innen durch Städte wie z.B. Frankfurt, Nürnberg, Leipzig, Hamburg und Berlin. Bis zum 3. September wird das Team in den Austausch mit zahlreichen Stakeholdern treten mit dem Ziel ein Netzwerk zum Thema nachhaltiges Sharing aufzubauen. Unterstützt wird das Deutschlandtour-Team von Unternehmen wie dem E-Rollerhersteller Kumpan electric, dem Sharingdienstleister Tier Mobility, dem Hersteller von Akkuwechselstationen Swobbee und dem Start-Up SunCrafter für Solarladestation. Auch die Hochschule Bochum sowie deren Gesellschaft der Förderer fördern das Vorhaben.  

Damit für die Sicherheit auf der Tour gesorgt ist, werden die Teilnehmenden mit Motorradbekleidung von Louis und Modeka ausgestattet. Im Vorfeld hat das Team außerdem ein Fahrsicherheitstraining beim ADAC-Fahrsicherheitszentrum in Recklinghausen absolviert. 

Bald werden die Studierenden in von Throw Guard bedruckten Warnwesten auf den Straßen durch Deutschland zu sehen sein. Verfolgen können Sie unsere Tour auf der Tourwebsite oder auf unseren Social-Media-Kanälen wie Instagram @bobbysharing oder auf LinkedIn unter Labor für Nachhaltigkeit in der Technik. 

Bereits jetzt erhalten Sie Eindrücke von dem Vorhaben in diesem Flyer oder und in dem Trailer zur Tour bei youtube

Labor für Nachhaltigkeit in der Technik
Semih Severengiz
Leitung
Prof. Dr.-Ing. Semih Severengiz
Fachbereich Elektrotechnik und Informatik
Hochschule Bochum
Am Hochschulcampus 1
44801 Bochum
Raum: D 3-03
Tel.: +49 234 32 10328