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Sustainable Energy Impact

Bringing Power to the People

Nachhaltige Energie- und Mobilitätskonzepte in Entwicklungsländern durch den Einsatz von Blockchain-Technologie

Im September 2019 startete die Projektstudie in Zusammenarbeit mit Siemens mit dem Fokus, Impact-Investoren über die Blockchain-Technologie in Echtzeit über die positiven sozialen und ökologischen Auswirkungen ihrer Investitionen in Entwicklungsprojekte zu informieren. Zu diesem Zweck wurden Impact-Token-Modelle entwickelt, die Leistungsindikatoren wie eingesparte Emissionen oder die Lieferung von erneuerbarer Energie in Kilowattstunden (kWh) berücksichtigen.

Inzwischen erforscht die Projektstudie durch ein gewachsenes Netzwerk und die Förderung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) den Einsatz von intelligenten solaren Mini-Grids in Kombination mit dem Einsatz von Leichtelektrofahrzeugen (LEV) in Subsahara-Afrika (mehr Informationen unter: https://www.exportinitiative-umweltschutz.de/de/projekte/monal). Das Projekt wird am Don Bosco Campus als Pilotprojekt in Tema, Ghana, durchgeführt. Darüber hinaus arbeiten wir mit dem ghanaischen Ministerium für Umwelt, Wissenschaft, Technologie und Innovation (MESTI), der University of Energy and Natural Resources (UNER) in Sunyani, Ghana, dem Mini-Grid-Spezialisten "Green Power Brains" und vielen anderen zusammen.

Weiterführende Informationen zu dem Projekt der Siemens AG in Senegal findest Du unter https://www.siemens-energy.com/global/en/news/key-topics/connect2evolve-de.html.

Das Projekt

Was ist ein Impact-Token-Modell?

Token basierend auf der Blockchain-Technologie, repräsentieren digitale Werte und sind vielseitig einsetzbar. Ein Token kann ähnlich wie ein Wertpapier einen bestimmten Anteil an einem Besitz implizieren oder die Nutzungsrechte zu einem bestimmten Gut darstellen (z.B. die Nutzungsdauer für einen Internetzugang).

In der Projektstudie entwickelt das Team ein Impact-Token-Modell, welches auf
Infrastrukturprojekte für regenerative Energien (z.B. ein Solarcontainer) angewendet werden kann. Die Token stellen für die Investoren einerseits einen monetären Wert und damit einen Anteil an der Investition dar. Andererseits werden die Auswirkungen („impact”) des Projekts durch Token definiert. Die Entwicklung von Indikatoren zum Messen der Auswirkungen des Infrastrukturprojektes ist eine Kernaufgabe der Projektstudie. Neben Indikatoren wie einer produzierten Kilowattstunde aus regenerativer Energie, sollen auch soziale und ökologische Einflüsse sichtbar gemacht werden, die aus der Umsetzung des Projekts resultieren.


Welche Vorteile bietet die Blockchain-Technologie?

Grundsätzlich kann eine Blockchain als eine hintereinander gelistete Reihe von Daten verstanden werden, die durch ein kryptographisches System miteinander verbunden sind. Da die Datenreihen virtuell verschiedene Knotenpunkte durchlaufen und aufeinander abgestimmt sind, ist eine Änderung einer einzelnen Subsequenz nicht möglich. Die Blockchain-Technologie kann für Transaktionen eingesetzt werden und garantiert sowohl Anonymität, Vertrauen als auch Sicherheit. Diese Vorteile machen die Verwendung der Blockchain-Technologie unter anderem in der Finanzbranche attraktiv.


Was ist Impact Investing und was beabsichtigen Impact Investoren?

Impact Investing schließt die Lücke zwischen dem traditionellen, Rendite-orientiertem Investing und dem philanthropischen Spenden, das auf eine Verbesserung der sozialen oder ökologischen Bedingungen abzielen. Die Projekte, die finanziert werden sollen, generieren einerseits finanzielle Renditen für die Investoren und haben andererseits einen positiven, messbaren sozialen und/oder ökologischen Einfluss („impact“) auf die Gesellschaft. Impact Investoren, z.B. Fonds-Manager, Stiftungen oder Entwicklungsbanken, beabsichtigen mit ihrer Geldanlage neben finanziellen Einnahmen etwas Positives zu bewirken.


Was hat die Projektstudie mit den Sustainable Development Goals zu tun?

Im Jahr 2015 einigten sich die Vereinten Nationen auf die 17 Sustainable Development Goals (SDGs), die Agenda für eine globale nachhaltige Entwicklung. Die SDGs umfassen Themen wie Bildung, Gleichberechtigung, Armut, aber auch Energieversorgung und nachhaltige Nutzung von Ressourcen. Die Finanzierung der SDGs kann von den Staaten allein nicht getragen werden. Deshalb werden die Wirtschaft und private Geldgeber zunehmend in die Verantwortung gezogen. Durch unsere Projektstudie soll ein Impact-Token-Modell entstehen, das zur Finanzierung von regenerativen Infrastrukturprojekten eingesetzt werden kann und somit einen Beitrag zu den SDGs leistet.


Wer kann mitmachen?

Grundsätzlich richtet sich unser Projekt fachübergreifend an alle Studierende der Hochschule Bochum. Da die Projektstudie einen starken Nachhaltigkeitsbezug aufweist, setzt sich das Projektteam aus Studierenden des Masterstudienganges „Angewandte Nachhaltigkeit“ und des Master- und Bachelorstudienganges „Nachhaltige Entwicklung“ zusammen. Gerade im Kontext der Token-Modellierung und der Blockchain-Technologie besteht Interesse, auch Schnittstellen zu Disziplinen wie Informatik oder BWL aufzubauen.

Wie kann ich mitmachen?

Der Eintritt in das Projektteam ist am Anfang eines jeden Semesters möglich. Wenn Du einen Einblick in die aktuelle Projektarbeit haben möchtest, kannst Du gerne zu einem der Projekttreffen kommen (für nähere Infos kontaktiere bitte Frederick Adjei).

Brauche ich bestimmte Vorkenntnisse?

Nein, für den Eintritt in das Projekt werden keine Vorkenntnisse vorausgesetzt. Allerdings sind das Interesse an der Blockchain-Technologie, Green Finance, Smart-Off-Grid Systemen und an erneuerbaren Energien von Vorteil. Darüber hinaus solltest Du bereit sein, Dich in die oben genannten Themen einzuarbeiten.

Du hast weitere Fragen?

Dann melde Dich gerne bei der Projektleitung!


Kontakt Projektleitung

Frederick Adjei
Frederick Adjei, M.Sc.
Fachbereich Elektrotechnik und Informatik
Hochschule Bochum
Am Hochschulcampus 1
44801 Bochum
Raum: D 3-04a
Tel.: +49 234 32 10384