Zwei „Gärten“, viel Verbindendes und Ideen für eine gemeinsame Zukunft

Die BOase und der Gemeinschaftsgarten Hof Bergmann

Die enge Verbindung zwischen der Hochschule Bochum und dem Gemeinschaftsgarten Hof Bergmann e.V. findet im Jahr 2026 vor allem in den Projektstudien BOase (Hochschulgarten) und dem Carbon-Sequestration-Projekt (Pflanzenkohle) der Hochschule Ausdruck, denn sowohl der Hof als auch Johannes Tangen (BA-Geograf und -Biologe) bilden dabei aktuell feste Bestandteile dieser Initiativen. 

Wurzeln der Zusammenarbeit

Der Ursprung der Zusammenarbeit liegt jedoch bereits einige Jahre zurück: Kurz nach dem Aufbau des Hofes nutzten verschiedene Fachbereiche das Gelände für Teambuilding-Maßnahmen und auch das AStA-Programm integrierte den Hof im Rahmen der Ersti-Wochen in seine Veranstaltungsreihe. Während einer dieser Veranstaltungen lernte eine Studentin der Nachhaltigen Entwicklung den Hof kennen, zog in die dazugehörige Wohngemeinschaft und schaffte, gemeinsam mit Kommiliton*innen, den schon länger vorangetriebenen Wunsch, einen Hochschulgarten einzurichten. 


Permakulturgarten für Forschung und Lehre

Im Frühsommer 2018 fand die offizielle Einweihung der BOase als Permakulturgarten für Forschung und Lehre statt. Später wurde Johannes Tangen mittels eines „Mini-Jobs“ des AStA kontinuierlich eingebunden. Als sog. Gartenpädagoge übernimmt er seither die biologisch-fachliche Unterstützung der Gartenarbeiten und betreut gemeinsam mit Nachhaltigkeitsprofessorin Dr. Petra Schweizer-Ries, die Studierenden. Alle gemeinsam entwickeln den Hochschulgarten in Abstimmung mit der Hochschulleitung und -verwaltung als einzigartigen Ort weiter. Johannes Tangen ist seit 2025 übrigens auch für zwei Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Problem-based Learning an der Hochschule eingestellt. 

Projekt BOase


Thema Pflanzenkohle erweitert den Fokus

Durch die Verbindung zur BOase sind im Laufe der Jahre auch andere Projekte auf den Hof Bergmann aufmerksam geworden. Besonders hervorzuheben ist das von Prof. Dr. Jan Paul Lindner 2019 initiierte Carbon-Sequestration-Projekt. So legte das Projekt aufgrund der am Hof vorhandenen Möglichkeiten den Schwerpunkt auf das Thema Pflanzenkohle. Ausschlaggebend dafür waren die Verfügbarkeit von Materialien für die Pyrolyse, Raum für die experimentelle Herstellung sowie geeignete Versuchsflächen. Dadurch entstand ebenfalls eine enge Zusammenarbeit mit dem Geographischen Institut der Ruhr Universität Bochum im Rahmen von wissenschaftlichen Abschlussarbeiten. Bis heute laufen Langzeit-Versuche mit Beteiligung von Studierenden. Seit 2023 betreuen Prof. Dr. Mandy Gerber und Prof. Dr. Marcus Schröter das Carbon-Sequestration-Projekt, welches ebenfalls im THALESruhrTransferprojekt „Regionaler Klimabund“ eingebunden ist. 

Projekt Carbon-Sequestration


Projektarbeit: THALESruhr

Im Jahr 2023 startete das THALESruhr-Projekt der Hochschule Bochum. Aufbauend auf der BOase entstand eines der zwölf Transferprojekte „Urbane Ökologie und Gemeinschaftsbildung“ zur Verbreitung der Themen rund um das gemeinsame naturnahe Gärtnern in Theorie und Praxis innerhalb und außerhalb der Hochschule. Seit 2023 betreuen Prof. Dr. Mandy Gerber und Prof. Dr. Marcus Schröter das Carbon-Sequestration-Projekt, welches ebenfalls im THALESruhrTransferprojekt „Regionaler Klimabund“ eingebunden ist. 

THALESruhr-Projekte

Urbane Ökologie und GemeinschaftsbildungRegionaler Klimabund


Gelebte Verknüpfung

Die Projektstudien "BOase" und "Carbon Sequestration" besuchen den Hof Bergmann
Die Projektstudien "BOase" und "Carbon Sequestration" besuchen den Hof Bergmann

Die enge Verknüpfung zwischen Hochschule Bochum und dem Hof Bergmann lässt sich heute klar erkennen. Zum einen profitieren Studierende, Lehrende und Mitarbeitende vom Austausch, beispielsweise sind die Tomaten in der BOase und Jungpflanzen an den jährlichen Tauschbörsen der Hochschule vom Hof gespendet; Studierende leihen sich Materialien für Veranstaltungen wie das AStA-Sommerfest vom Hof aus; Mitarbeitende können sich am Hof aufhalten und ökologisches Essen beziehen. Darüber hinaus eröffnet die Zusammenarbeit ein weitreichendes Netzwerk, das beiden Institutionen den Kontakt zu weiteren Initiativen und kommunalen Akteur*innen erleichtert.  


Zukunftsperspektiven

Eine Idee für eine gemeinsame Zukunft besteht nun darin, die BOase und den Hof Bergmann als Allmende dauerhaft dem gesamten städtischen und ländlichen Umfeld zur Verfügung zu stellen und dies zum ersten, echten Green MakerSpace zu entwickeln, in dem alle Statusgruppen der Hochschule in unterschiedlichen Aktionen aktiv werden können. So sollen gemeinsam insbesondere Themen des ökologischen Gärtnerns, Entwicklung von Ökosystemen und des gesellschaftlichen Miteinanders entstehen. Wir laden alle ein, diese Vision zu unterstützen, um sie gemeinsam verwirklichen zu können.