Viele Persönlichkeiten. Zwei Standorte. Eine BO.

Prof. Inka Mueller leitet wissenschaftliches SHM-Netzwerk

Expert*innen für automatisierte Überwachung schließen sich zusammen

Die Mitglieder des wissenschaftlichen SHM-Netzwerkes
Die Mitglieder des wissenschaftlichen Netzwerkes, (v.l.): Vittorio Memmolo - Universität Neapel Federico II, Yevgeniya Lugovtsova - BAM, Ramanan Srideran Venkat - Universität des Saarlandes, Mikhail V. Golub - Kuban State University, Inka Mueller - Hochschule Bochum, Kilian Tschöke – Fraunhofer IKTS Dresden, Maria Moix-Bonet – DLR Braunschweig, Jochen Moll – Goethe Universiät Frankfurt.

Das Kick-off Meeting des wissenschaftlichen Netzwerks „Auf dem Weg zur ganzheitlichen Gütebestimmung von SHM System basierend auf geführten Wellen“ fand Ende Januar 2020 in den Räumen der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) in Berlin statt. Die Leitung des Netzwerkes hat Prof. Dr. Inka Mueller vom Fachbereich Mechatronik und Maschinenbau der Hochschule Bochum übernommen.

Structural Health Monitoring (SHM), die automatisierte Überwachung von Strukturen mithilfe fest installierter Sensorik und automatisierter Datenauswertung, kann für verschiedenste Anwendungen wie der Luftfahrt, der Infrastrukturüberwachung und der Überwachung industrieller Anlagen genutzt werden. SHM aus Nischen für Einzelanwendungen heraus in die Massenanwendung zu bringen, ist erst durch die Digitalisierung und Vernetzung unserer Welt überhaupt denkbar. Dies wird auch in der wissenschaftlichen Entwicklung des Gebietes deutlich.

Ziel des Netzwerkes ist die Entwicklung und Etablierung von Verfahren, die zur Bestimmung der Güte von SHM-Systemen genutzt werden sollen. Ein Schritt der auch für die Industrialisierung erzielter Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet unabdingbar ist. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Fachbereichen von Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen stammen aus Deutschland, Russland und Italien. Sie erarbeiteten im Rahmen des Kickoffs gemeinsame Ansätze für die Zusammenarbeit in den kommenden drei Jahren. Die Beteiligten werden existierende verwandte und teils frisch entwickelte Verfahren zu einzelnen Aspekten zusammenführen und wollen auch ganz neue Ansätze erforschen. Dabei wurden sie im ersten Meeting in Berlin durch zwei Experten unterstützt, die Einblicke in ihre jeweils verknüpften Forschungsgebiete gaben. Dr. Marija Bertovic, Gruppenleiterin an der BAM sensibilisierte die Teilnehmenden für den Einfluss des Menschen auch in Bezug auf Systeme, die letztendlich für einen automatisierten Betrieb ausgelegt sind. Mit Prof. Sebastian Thöns, Experte im Bereich der Methoden zur Analyse des Wertes von SHM Systemen für spezifische Anwendungen, wurde die Notwendigkeit der Quantifizierung von Gütekriterien für die Wertanalyse diskutiert. Das Netzwerk wird über drei Jahre von der DFG gefördert.

Kontakt:

Prof. Dr.-Ing. Inka Mueller
Fachbereich Mechatronik und Maschinenbau
Hochschule Bochum
Lennershofstr. 140
44801 Bochum
Raum: C 2-29
Tel.: +49 234 32 10420