Viele Persönlichkeiten. Zwei Standorte. Eine BO.

Alternativ angetriebene Fahrzeuge

ACHTUNG: Das Fach findet voraussichtlich trotz Corona statt, Infos folgen demnächst!
Ich kann aber Stand jetzt noch nicht versprechen dass es ein passendes Projekt für Sie gibt.
Es bleibt dabei dass die Teilnahme an einer Infoveranstaltung (siehe unten) verbindlich ist. Wenn Sie Interesse haben schicken Sie mir eine Mail und teilen mir mit ob Sie an der Infoveranstaltung teilnehmen wollen. Stellen Sie sich in der Mail kurz vor, damit können wir schauen, was wir Ihnen anbieten können - mit z.B. folgenden Punkten:
- welcher Studiengang, welches Semester sind Sie
- an welchem Themen haben Sie interesse, eher Richtung Cargo Pedelec oder eher Richtung Solarprojekte; eher Richtung Konstruktion oder was sonst?
- welche Vorkenntnisse haben Sie (z.B. CAD, Maschinenelemente, haben Sie einen CAD-tauglichen Rechner zu Hause?)
Überlegen Sie sich, ob Sie ein Fach, in dem Sie sehr eigenständig arbeiten müssen, im Moment zutrauen. In Corona-Zeiten werden Sie nicht so engen Kontakt zu uns Betreuern haben oder ohne weiteres im Team in den Werkstätten arbeiten können wie in normalen Semestern. 

 

Dieses Wahlfach ist ein "Problem-Based-Learning" Fach, d.h. es gibt keine klassischen Vorlesungen und Übungen, sondern Sie erarbeiten sich neues Wissen weitgehend selbstständig anhand einer konkreten Problemstellung!

Was bedeutet "Problem-Based-Learning" konkret?

Im Moment können Sie im Rahmen dieses Faches Probleme aus unseren drei großen studentischen Projekten bearbeiten: Solarcar, Solarbuggy und Cargo Pedelec (Infos siehe unten). Alle drei Projekte bieten spannende, praxisnahe Aufgaben rund um alternativ angetriebene Fahrzeuge. 

ACHTUNG: Das Wahlfach kann nur von Maschinenbau- oder Mechatonikstudierenden die nach Prüfungsordnung 2015 studieren (d.h. 2015 oder später eingeschrieben) belegt werden!!! Wenn Sie in der neuen PO 2019 studieren melden Sie sich bitte vor dem Belegen des Fachs, da es PO 2019 regulär erst ab Sommer 2021 geprüft werden kann - wir schauen dann individuell ob es Möglichkeiten gibt.

Vor Beginn des Semesters gibt es eine Infoveranstaltung (Details folgen). Die Teilnahme an dieser Infoveranstaltung ist verbindlich, ohne Teilnahme dürfen Sie das Fach nicht belegen! Hier stellen wir die Teilprojekte (Probleme) vor, erklären mehr zum Ablauf und stehen für Fragen zur Verfügung. Bei diesen Veranstaltungen wählen Sie aus einer Liste an Themen sich Ihr Problem aus. Sollten Sie eine eigene Idee haben, sprechen Sie dies am besten im Vorfeld mit den Projektleitern ab.

Bei den Projekten erzeugen Sie kein "Papier für die Ablage", sondern wirken an der Entwicklung eines realen Fahrzeugs mit. D.h. Sie müssen "liefern", Ihre Aufgabe muss pünktlich fertig sein und so gut, dass sie später im Fahrzeug funktioniert! Die Arbeit im Team wird in festen, verbindlichen Sitzungen koordiniert, es gelten ein paar Regeln die einzuhalten sind. Dies erfordert ein hohes Maß an Engagement! 
Falls Sie sich denken, dieses Fach sei weniger Arbeit als ein Fach mit Vorlesungen und Klausur: Bestimmt nicht, dann sind Sie falsch. Daher legen wir Ihnen auch nahe: Wenn Sie in der Infoveranstaltung merken das ist nichts für Sie, melden Sie sich ab (auch in Praktorg) und suchen Sie sich ein anderes Wahlfach - wir sind dann nicht böse, und vielleicht gibt es ja auch andere Formen der Mitarbeit an den Projekten die Ihnen mehr liegen!

Auf jeden Fall erwartet Sie eine spannende Aufgabe und einem tollen Team und mit Sicherheit auch eine Menge Spaß und Stolz, wenn Ihre Arbeit ein Teil des fertigen Fahrzeugs ist! 

Im Rahmen des Wahlfachs werden wir uns gelegentlich treffen, Erfahrungen austauschen, eventuell zusätzliche Vorträge hören. Und in Ihrer konkreten Aufgabe werden Sie auf jeden Fall nicht allein gelassen: Es gibt meist Vorarbeiten auf die Sie aufbauen können, und jederzeit bei Bedarf Unterstützung durch die Teams, die Projektleiter oder den Dozenten. 

Ihr Projekt/Problem wählen Sie in enger Absprache mit dem Dozenten und den Projektleitern. Es darf natürlich kein rein handwerkliches Projekt sein (Basteln am Fahrzeug in der Werkstatt). Zu einem Projekt gehören das Erarbeiten einer detaillierten Aufgabenstellung, Klärung der Anforderungen, eine Recherche des Standes der Technik und theoretischer Grundlagen, sowie Auswahl und Bewertung von Lösungen und ggf. eine Umsetzung. Ein gewisser praktischer Teil ist dabei OK, aber nicht Hauptbestandteil. Konkret wäre das z.B. die Konstruktion einzelner Baugruppen, oder die Recherche von Lösungsvarianten. Denkbar wäre auch die Aufarbeitung und Dokumentation eines schon abgeschlossenen Vorgangs, der in der heißen Phase des Fahrzeugbaus nicht systematisch untersucht werden konnte, mit einer Diskussion was schiefgegangen ist und in Zukunft besser laufen kann.


Benotung und Infos zu Kolloquium und Bericht

Die Note für das Wahlfach ergibt sich aus drei Bestandteilen:

  • Ihre Mitarbeit in Ihrem Projekt (dokumentiert in einem Projekttagebuch)
  • Einem Abschlussbericht (10-15 Seiten Text (ohne Deckblatt und Verzeichnisse) - falls Sie meinen mehr Seiten zu brauchen bitte absprechen
  • Einem Kolloquium (Vortrag 10 Minuten), dann ein paar Fragen zu Ihrem Projekt

Das Kolloquium wird in den Prüfungswochen liegen, einen genauen Termin legen wir zu Beginn des Semesters fest.
Der geforderte Arbeitsumfang des Projektes ergibt sich ca. aus dem Momulhandbuch (Workload je nach Prüfungsordnungsversion 120h bzw. 150h)

Abschulssbericht:

Der Abschlussbericht soll Ihre Arbeit nachvollziehbar für mich und Ihr Team ("Ihren Kunden") dokumentieren. Das Ganze soll eine wissenschaftliche Form haben und damit schon eine Übung für Ihre Bachelorarbeit sein - natürlich mit geringerem Umfang (aber mit Deckblatt, Inhaltsverzeichnis, numerierte Überschriften, Abbildungs-/Tabellen-/Quellenverzeichnis). Bilder sind mit Unterschrift zu versehen, Tabellen mit einer Überschrift, nummeriert. Das Dokument soll gut lesbar sein und einen "roten Faden" haben, d.h. eine Einleitung in der Ihre Aufgabe beschrieben wird, eine Einordnung wo die Aufgabe im Projekt steht (bestehende Vorarbeiten, Stand der Technik o.ä., eine Anforderungsliste), dann Beschreibung Ihres Projektes und Ihrer Ergebnisse in sinnvoller Gliederung und eine Zusammenfassung mit Ausblick was noch zu tun ist.
Wichtig ist, dass eine systematische Herangehensweise an Ihre Aufgabe deutlich wird. Das kann zum Beispiel durch eine Aufstellung alternativer Lösungen geschehen, die Sie mit Vor-/Nachteilen oder einem Punkteschema bewerten. Es sollte auch immer hinterfragt werden: "Wie sicher bin ich mir in meiner Lösung, was sind Knackpunkte, gibt es noch Punkte die vielleicht nur abgeschätzt wurden und später noch näher betrachtet werden sollten?" Ganz wichtig: Wenn Sie ein sicherheitsrelevantes Teil entwickeln, schätzen Sie mögliche Gefahren ab und bewerten Sie diese!
Verwenden Sie generell besser aussagekräftige, kompakte Tabellen, Bilder, Diagramme oder Aufzählungen als viel Text. Kein "Blabla", sondern kurze, präzise Sätze. Keine ich-Form, keine langen Aufzählungen (dann habe ich, danach habe ich...). Verwenden Sie vermehrt Aktiv als Passiv - viel Passiv ist unschön zu lesen und verschleiert oft wer etwas gemacht hat (statt "Danach wurde ein CAD-Modell vorgegeben" besser "Im nächsten Schritt gab der Mechanik-Teamleiter ein CAD-Modell vor"). Geben Sie Quellen für Ihrer Aussagen an, möglichst nicht nur Internetquellen sondern auch Fachbücher etc.!  
Sprechen Sie Ihren Projektleiter oder mich mit einem ersten Entwurf an und lassen sich Feedback geben ob alles OK ist.
Der Bericht ist eine Woche vor dem Kolloquium per Mail an den Projektleiter und den Dozenten zu senden, zusätzlich ist ein geducktes Exemplar beim Dozenten abzugeben (einfache Heftung ist ausreichend, muss nicht gebunden sein).
Verbindlicher Bestandteil des Berichtes ist ein "Projekttagebuch". Hier sollen Sie für die wesentlichen Teilaufgaben stichpunktartig dokumentieren in welchen Zeitabschnitten und mit welcher Stundenzahl Sie diese bearbeitet haben (Umfang Tagebuch eine DIN A4-Seite, Beispiel siehe Downloadlink, bitte in dieser Form ausfüllen).

Vortrag/Kolloquium

Bitte auch hier: Schaffen Sie einen roten Faden mit Einleitung, Gliederung und Zusammenfassung, Foliennummern nicht vergessen! Üblicherweise kommt Power Point oder ein vergleichbares Programm zum Einsatz, wenn Sie was ganz anderes planen bitte absprechen. Gestalten Sie Ihre Folien klar und übersichtlich, nicht zu voll, eher Bilder (aussagekräftig mit einer Legende und auch aus dem Publikum lesbar) und Stichpunkte als langer Text. 
Sie müssen im Vortrag nichts Neues über den Inhalt des Berichts hinaus erzählen, müssen aber auch nicht zwingend alles aus Ihrem Bericht in den Vortrag aufnehmen (das Wichtigste muss drin sein, Zeitlimit beachten). Üben Sie den Vortrag vor einem Spiegel, aber lernen Sie ihn nicht auswendig! Rattern Sie nicht einen Text herunter, machen Sie ruhig öfters mal eine kurze Pause, damit das Publikum den Inhalt aufnehmen kann. Sie dürfen Stichpunktkarten benutzen, souveräner ist es sich an Stichpunkten auf der Folie zu orientieren. Wenden Sie sich dem Publikum zu, schauen Sie nicht nur auf dem Rechner - gehen Sie ruhig mal zur Leinwand und zeigen dort auf etwas (das hilft Ihnen sich noch mal die Folie anzuschauen und Ihnen Ruhe zu verschaffen). Wenn Sie nervös sind: Keine Panik - wir beißen nicht ;-)


Dozent
Prof. Dr.-Ing. Günter Lützig
Fachbereich Mechatronik und Maschinenbau
Hochschule Bochum
Am Hochschulcampus 1
44801 Bochum
Raum: C 2-26
Tel.: +49 234 32 10442
Fax: +49 234 32 14275

Sprechstunde:
In der aktuellen Situation biete ich bis auf weiteres keine persönlichen Sprechstunden mehr an
Bitte schildern Sie mir Ihr Anliegen per Mail, ggf. mit einer Rückruf-Telefonnummer.
Für Fragen an den Prüfungsausschuss bitte immer erst die Infos auf der Homepage lesen!!!