Viele Persönlichkeiten. Zwei Standorte. Eine BO.

Repair & Share Ruhr Pop-up

2. April 2024 bis 31. Mai 2024 in Bochum

Repair & Share Ruhr eröffnet in der Bochumer Innenstadt einen Pop-up-Store. Dort dreht sich alles um die wachsende Reparatur-Kultur sowie um das Prinzip des Teilens statt Besitzens. Durch Reparieren und Teilen werden weniger Ressourcen verbraucht, die Umwelt geschont und das Gemeinwohl gefördert. Interssierte Bürger*innen sind eingeladen den Pop-up-Store zu besuchen und an den Programminhalten teilzunehmen. Repair & Share Ruhr ist ein Teilprojekt von THALESruhr, mit dem die Hochschule Bochum den Wandel zu einer nachhaltigen Metropole Ruhr unterstützt.

Repair & Share Pop-up-Store: Ort, Öffnungszeiten

Im Repair & Share Ruhr Pop-up-Store gibt es eine Ausstellung zum Thema Repairkultur, Nachhaltigkeits-Workshops sowie Zeiten der offenen Werkstatt, die für das Reparieren von defekten Produkten genutzt werden können. Auch steht der Selbstbedienungs-Leihschrank "Shelfie" der "Bibliothek der Dinge" im Pop-up-Store.

Ort: Kortumstraße 54, 44787 Bochum
Öffnungszeiten: 2. April 2024 bis 31. Mai 2024, jeweils Dienstags bis Samstags von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr, jedoch nicht an Feiertagen.


Das Programm

Das Programm findet ab dem 9. April 2024 jeweils nachmittags statt, jedoch nicht an Feiertagen. Für die Teilnahme am Programm ist keine Anmeldung erforderlich.

Dienstag, 9.4.2024 (14 bis 18 Uhr): Nähecke und offene Werkstatt der Projektstudie Repairkultur

Mittwoch, 10.4.2024 (14 bis 18 Uhr): Offene Werkstatt: Notizbücher aus Altpapier

Donnerstag, 11.4.2024 (14 bis 18 Uhr): Repaircafé in Kooperation mit der bib der dinge Bochum

Freitag, 12.4.2024 (14 bis 18 Uhr): THALESruhr MachBar – 3D-Druck Werkstatt

Samstag, 13.4.2024: GEMEIN – eine Programmreihe zu den Themen Wirtschaft und Gemeinwohl vom atelier automatique:
13 bis 16 Uhr: Demokratie-Café: Innenstadt zurückerobern
Ab 16:30 Uhr: Filmscreening: "Das Gegenteil von Grau"

Dienstag, 16. April (14 - 18 Uhr): Nähecke - Themenworkshop: Scrunchies und Haarbänder aus Stoffresten
Material steht zur Verfügung, es können aber auch eigene Stoffe mitgebracht werden (für die Haarbänder muss der Stoff elastisch sein). Du hast noch keine Näherfahrung? Kein Problem, der Themenworkshop ist auch für Neueinsteiger*innen geeignet.

Mittwoch, 17. April (14 - 18 Uhr): end or fine - Veränderungsatelier: Patches sticken
Komm vorbei und kreiere deinen individuellen Patch, um Löcher oder Flecken in deiner Kleidung zu verdecken, oder sie einfach etwas zu verschönern. Material ist vorhanden, keine Erfahrung im Sticken notwendig.

Donnerstag, 18. April (14 - 18 Uhr): end or fine - Veränderungsatelier: Patches sticken
Komm vorbei und kreiere deinen individuellen Patch, um Löcher oder Flecken in deiner Kleidung zu verdecken, oder sie einfach etwas zu verschönern. Material ist vorhanden, keine Erfahrung im Sticken notwendig.

Freitag, 19. April (15 - 18 Uhr): ERÖFFNUNGSFEIER mit Vorträgen, Sekt, Snacks und der THALESruhr MachBar – 3D-Druck Werkstatt
Wir laden herzlich ein, um in gemütlicher Atmosphäre mehr über die Visionen und Ziele der Repair & Share Ruhr Allianz und das Projekt THALESruhr zu erfahren. Wer mag, bekommt auch noch eine Einführung in die Techniken des 3D-Drucks.

Samstag, 20. April (15 - 18 Uhr): Relaunch Party der Sharing-Plattform "ressourcerie automatique". Mit Live-Musik von FROLLEIN
Wir feiern den Relaunch der ressourcerie automatique, einer Sharing-Plattform für die freie Kunst- und Kulturszene und das Release der Broschüre „Zirkeltraining für die Freie Szene– Nachhaltig Produzieren im Sinne der Kreislaufwirtschaft“. Mit Live-Musik der Künstlerin FROLLEIN.
FROLLEIN - Be The Change https://www.youtube.com/watch?v=3twdqPhHgwg
Link zum Materialkatalog ressourcerie automatique https://atelierautomatique.de/ressourcerie

Das Programm für die nachfolgenden Wochen erscheint in Kürze.


Transferprojekt 5: Repair & Share Ruhr – Allianz für mehr Gemeinwohl

Reparieren statt Wegwerfen. Nutzen statt Besitzen.

Die Frage “Wegschmeißen oder reparieren?” ist allgegenwärtig. Während die Entscheidung für das Wegwerfen den Müllberg weiter anwachsen lässt, setzt das Reparieren ein Zeichen für die Nachhaltigkeit. Das Transferprojekt Repair & Share Ruhr – Allianz für mehr Gemeinwohl fördert die Kultur des Reparierens und Teilens. Konkret bedeutet dies: Repair & Share Ruhr vernetzt Repair- und Sharing-Initiativen der Metropole Ruhr miteinander, regt neue Projekte an und unterstützt diese.

Gemeinnützige Initiativen wie Repaircafés leisten Hilfe zur Selbsthilfe. Sie befähigen Menschen durch den Austausch von praktischen Fähigkeiten (Skill-Sharing) und unterstützen sie aus eigener Kraft ein Problem zu lösen (Selbstwirksamkeit). Neben dem Miteinander geht es um ein (Wieder)Aneignen von handwerklichen Techniken. Repaircafés sind eine Ergänzung zu kommerziellen Reparaturbetrieben, da sie durch kostenfreie Angebote Barrieren abbauen, den Spaß am Heimwerken und die Reparaturkultur stärken.

Zu den Prinzipien der Share-Economy (übersetzt: Wirtschaft des Teilens) gehört die gemeinschaftliche Nutzung von Gütern durch Teilen, Tauschen, Leihen, Mieten oder Schenken. Gemeinnützige Initiativen wie beispielsweise Leihläden oder Bibliotheken der Dinge schaffen eine Alternative zum Besitz und somit Freiraum und Gemeinschaft. Dinge, die nicht tagtäglich gebraucht werden oder Dinge für Tätigkeiten, die erst einmal ausprobiert werden sollen, müssen durch das Angebot solcher Initiativen nicht gekauft werden und beanspruchen auch keinen Platz im Wohnraum. Durch vielfältige Leih-Angebote werden Kreativität und das Experimentieren gefördert. Wer beispielsweise ein neues Musikinstrument erlernen will, kann es ausprobieren ohne es kaufen zu müssen. Leihinitiativen stärken zudem das soziale Miteinander, schaffen Zugang zu materiellen Ressourcen und ermöglichen damit Teilhabe.

Das Transferprojekt Repair & Share Ruhr – Allianz für mehr Gemeinwohl bezieht sich auf die Prinzipien der Gemeinwohl-Ökonomie, die sich am eigentlichen Zweck des Wirtschaftens, nämlich der Erfüllung menschlicher Bedürfnisse orientiert. Hierzu gehört auch das Prinzip: Kooperation statt Konkurrenz. Die Hochschule Bochum kooperiert bereits im Rahmen der Projektstudie Repairkultur mit dem AStA RuBo Repaircafé sowie mit der Bib der Dinge Bochum, die beide synergetisch als Ausgangspunkte der aufzubauenden Allianz dienen: Reparieren statt Wegwerfen. Nutzen statt Besitzen.

Mehr Menschen in der Metropole Ruhr sollen von den Repair- und Share-Angeboten profitieren, Teil der Gemeinschaft werden und gleichzeitig Müll reduzieren sowie Ressourcen schonen. Deshalb sollen im Rahmen des Projekts Repair- und Sharing-Initiativen in der gesamten Metropolregion vernetzt werden – digital und Vor-Ort. Zusätzlich sollen bestehende Projekte gestärkt werden und neue Reparaturangebote in Kombination mit Bibliotheken der Dinge entstehen. Ein Fernleihnetz und eine digitale Plattform, über das sich die einzelnen Zentren austauschen können, runden das Vorhaben ab.
 

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