Viele Persönlichkeiten. Zwei Standorte. Eine BO.

Labor für Wasserbau

Das Lehrgebiet für Wasserbau und Hydromechanik sowie das Wasserbaulabor gehören zum Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwesen der Hochschule Bochum. In den Bereichen Lehre, Forschung und Entwicklung mit den Fachrichtungen Wasserbau, Hydromechanik, Hydrometrie und Hydrologie wird hier ein breites Spektrum an Leistungen angeboten.

Neben unserer Hauptaufgabe, der praxisnahen Ausbildung von angehenden Ingenieurinnen und Ingenieuren, verstehen wir uns insbesondere als Partner für Kommunen, Wasserverbände, Ingenieurbüros und Industrie, um Lösungen für wasserwirtschaftliche und wasserbauliche Fragestellungen anbieten zu können. Dazu verfügen wir über eine moderne Ausstattung an Messgeräten (z.B. ADCP-Messsonden) und Spezialsoftware (z.B. 2D-Strömungssimulation mit Hydro_AS-2D).

Die Arbeits- und Aufgabenschwerpunkte liegen auf den Gebieten

  • Hydrometrie, Hydrologie, Hydromechanik
  • Flussbau
  • Wehr- und Talsperrenbau
  • Hochwasserschutz
  • Wasserkraftanlagen
  • Küsteningenieurwesen
  • Verkehrswasserbau und
  • probabilistische Bemessungsmethoden

 

 

Team

Leitung
Prof. Dr.-Ing. Christoph Mudersbach
Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwesen
Hochschule Bochum
Lennershofstr. 140
44801 Bochum
Raum: E 13
Tel.: +49 234 32 10249

Sprechstunde:
Sprechstunde in den Vorlesungszeiten: Donnerstag, 10-11 Uhr
Außerhalb der Vorlesungszeiten: nach Absprache


Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen
Fabian Netzel, M.Sc.
Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwesen
Hochschule Bochum
Lennershofstr. 140
44801 Bochum
Raum: E 13
Tel.: +49 234 32 10272

Sprechstunde:
Dienstags, 09:00 - 10:00 Uhr

Felix Simon, B.Sc.
Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwesen
Hochschule Bochum
Lennershofstr. 140
44801 Bochum
Raum: E 11
Tel.: +49 234 32 10273

Mitarbeiter/innen in Technik und Verwaltung
Thomas Schreier
Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwesen
Hochschule Bochum
Lennershofstr. 140
44801 Bochum
Raum: E 02
Tel.: +49 234 32 10234
Fax: +49 234 32 14274

Studentische/wissenschaftliche Hilfskräfte
  • Florian Oestermann
  • Jonas Mombächer
  • Sahar Jafari Neshat

Lehrbeauftragte
  • Dr.-Ing. Jens Bender (wbu consulting Ing. GmbH)
  • Dr.-Ing. Torsten Frank (Wupperverband)
  • Dipl.-Ing. Michael Heinz (Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt des Bundes)
  • Dipl.-Ing. Dipl.-Wirt.Ing. Ekkehard Pfeiffer (Emschergenossenschaft/Lippeverband)
  • Dipl.-Ing. Marc Scheibel (Wupperverband)

Veranstaltungen und Forschung

Veranstaltungen

2. Bochumer Hydrometrie-Kolloquium

Das 2. Bochumer Hydrometrie-Kolloquium findet am 20. & 21. Februar 2019 an der Hochschule Bochum statt und wird in Kooperation mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) NRW und der Fachgemeinschaft Hydrologische Wissenschaften (FgHW) durchgeführt. Mit dem Ziel, dem wasserwirtschaftlichen Messwesen und den angrenzenden Aufgabenfeldern wieder eine größere Bedeutung zukommen zu lassen, soll das 2. Bochumer Hydrometrie-Kolloquium eine Plattform für einen intensiven Wissensaustausch zwischen Wissenschaft und Praxis bieten und wird sich den nachfolgenden Themenfeldern widmen:

Hier geht es zum Programm-Flyer

  • Messtechnik
    • Niederschlag
    • Abfluss & Wasserstand
    • Gewässermorphologie & Gewässerqualität
  • Messnetze
    • Planung & Betrieb
    • Mess- & Übertragungstechnik
  • Messdaten
    • Messdatenmanagement
    • Datenqualität & Datenprozessierung
    • Datenbereitstellung
    • Vorhersage & Hochwasserinformation

Link zur Konferenz-Homepage

Teilnehmeranmeldung

Die Anmeldung als Teilnehmer zur Veranstaltung erfolgt ab dem 01.10.2018 (bis 23.01.2019) unter folgendem Link.

Preise für Aussteller und Teilnehmer:

Kategorie 1 (regulär): 180,00 €
Kategorie 2 (Vortragende/ Aussteller): 120,00 €
Kategorie 3 (Studierende/ Promovierende): 50,00 €

Die Standgebühr für Aussteller beträgt 450,00 €

Die Kosten für die Teilnahme an der Abendveranstatlung belaufen sich auf 20,00 € pro Person.

Weitere Informationen

Unter nachfolgendem Link finden Sie weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung

https://express.converia.de/frontend/index.php?sub=227

Bei weiteren Rückfragen können Sie sich gerne an uns wenden:

hydrometrie2019(at)hs-bochum.de


Forschung

Optimierung von Abflussmessungen

Wasserstand und Abfluss stellen im Bereich der Wasserwirtschaft die wesentlichen Bemessungsgrößen dar. Zur Auslegung und zum Betrieb unterschiedlichster wasserbaulicher Einrichtungen wie beispielsweise Wehre und Talsperren, Wasserkraft- und Trinkwasseraufbereitungsanlagen, zur Prognose von Hoch- und Niedrigwasserständen aber auch zur Kalibrierung von hydrodynamisch-numerischen Modellen ist eine hochaufgelöste, möglichst kontinuierliche und fehlerfreie Erfassung dieser Daten unerlässlich.

Grundlegend dafür ist die quantitative Bestimmung des Abflusses. In oberirdischen Gewässern kann diese mit unterschiedlichen Messmethoden erfolgen. Die gängigsten Verfahren dazu sind der konventionelle hydrometrische Flügel, Acoustic Doppler Current Profiler (ADCP) -Systeme (Messmethode per Boot/ Geräteträger oder mobiles ADCP), Radar- und stationäre Ultraschallsysteme. Jedes der angeführten hydrometrischen Systeme bietet unterschiedliche Vor- und Nachteile im operativen Einsatz. Im Rahmen eines Forschungsprojektes, welche in Zusammenarbeit mit dem Wupperverband durchgeführt wird, werden die unterschiedlichen Vor- und Nachteilen der jeweiligen Messverfahren zur Bestimmung des Abflusses systematisch analysiert und Methoden zur optimierten Auswertung der Abflussmessungen entwickelt.

Analyse von Starkregengefährdungen

Starkregenereignisse und Sturzfluten treten in den letzten Jahren vermehrt auf und es wird prognostiziert, dass sich dieser Trend zukünftig fortsetzen wird. Solche Ereignisse haben in der jüngeren Vergangenheit und aktuell Schäden in Milliardenhöhe verursacht. Sturzfluten sind geprägt durch Überflutungsereignisse auch abseits von Gewässern, verbunden mit sehr kurzen Reaktionszeiten, so dass Frühwarnsystem in der Regel versagen. Daher hat die vorsorgende flächendeckende Analyse von Sturzflutgefährdungen eine wichtige Bedeutung im Rahmen der Risikovorsorge. In Zusammenarbeit mit dem Regionalverband Ruhr, der Emschergenossenschaft und dem Lippeverband, sowie dem Fachbereich Geodäsie und Geoinformatik der Hochschule Bochum werden in einem Forschungsprojekt neue Ansätze für eine flächendeckende Analyse von Starkregengefährdungen entwickelt, um Gefährdungsschwerpunkte identifizieren zu können

Hydrologische Extremwertstatistik

Im Bereich der Grundlagenforschung befasst sich das LWH sowohl im Rahmen von DFG finanzierten Projekten als auch in eigenfinanzierten Untersuchungen mit den Auswirkungen von instationären Effekten in Zeitreihen auf die Extremwertstatistik. Die wasserwirtschaftliche Bemessungspraxis basiert im Wesentlichen auf der Ermittlung hydrologischer Bemessungsgrößen. Dies können Bemessungsregenereignisse, -abflüsse oder -wasserstände sein. Zur Festlegung der Bemessungswerte bedient man sich der Methodik der Extremwertstatistik. Basierend auf beobachteten oder modellierten Daten (z.B. Regen- oder Abflusszeitreihen) werden mittels Extremwertverteilungsfunktionen Quantile berechnet, die dann als Basis für die Festlegung von Bemessungswerten (z.B. HQ100) verwendet werden können. Die klassischen Verfahren der Extremwertstatistik, welche sich auch in den einschlägigen Regelwerken wiederfinden, setzen voraus, dass die Daten stationär sind, also keine zeitlichen Änderungen aufweisen. Es zeigt sich jedoch deutlich, dass hydrologische Zeitreihen kein stationäres Verhalten aufweisen. Als Beispiel kann die Zunahme von Hochwasserereignissen und Starkregenereignissen in den letzten Jahrzehnten genannt werden. Nach eher trockenen und hochwasserarmen Jahrzehnten – insbesondere die 1970er Jahre – häufen sich sowohl großräumige Flusshochwässer (Rhein 1993 und 1995, Oder 1997, Elbe 2002, 2006, 2011 und 2013, Donau 2002, 2010 und 2013) als auch kleinräumige Extremereignisse (Münster 2014, Wuppertal 2013, Dortmund 2014, NRW (div. Städte) 2015, Starkregenereignisse 2016).

In der wasserwirtschaftlichen Praxis besteht somit gegenwärtig ein großer Widerspruch, da die Regelwerke einerseits keinen Umgang mit instationären Bemessungswerten vorsehen, vielfältige wasserwirtschaftliche Untersuchungen jedoch belegen, dass die Bemessungsgrößen zeitlichen Veränderungen unterliegen. Am LWH werden daher zum einen die Auswirkungen von Instationaritäten auf Bemessungswerte untersucht und zum anderen neue Bemessungsansätze entwickelt, die diesen Entwicklungen Rechnung tragen.


Ausstattung

Versuchshalle mit Pumpe

Für die Ausbildung und die Durchführung von physikalischen Modellversuchen stehen eine Lehrlaborhalle und eine große Versuchshalle zur Verfügung.

Die Lehrlaborhalle hat eine Fläche von ca. 176 m² (Länge 22 m, Breite 8 m). Dort ist eine Kipprinne (Länge 16 m, Breite 0,60 m, vgl. separate Beschreibgung) vorhanden, eine kleine Lehrrinne (Länge 5 m, Breite 0,08 m), sowie ein Pumpen- und Turbinenversuchsstand für Lehrzwecke.

Die große Versuchshalle hat eine Fläche von ca. 255 m² (Länge 23 m, Breite 11 m). Die Hallenfläche steht komplett für Flächenmodelle zur Verfügung. Als zusätzliche Ausstattung sind ein Portalkran vorhanden, sowie Rücklaufkanäle zum Tiefbehälter für das Betriebswasser.

Die Wasserversorgung der beiden Hallen erfolgt zentral über drei Zentrifugalpumpen mit einer Leistung bis zu 50 kW und einer Fördermenge bis zu 350 l/s. Das Betriebswasser wird im Kreislauf geführt, wozu ein Tiefbehälter mit einem Volumen von 50,00 m³ zur Verfügung steht. Die Wassermengensteuerung erfolgt über ein induktives Durchflussmengenmessgerät (MID).


Große Strömungsrinne
Strömungsrinne der Firma G.U.N.T.

Im Jahre 2018 erfolgte die Anschaffung einer neuen Strömungsrinne (Länge 16 m, Breite 0,60 m) im Lehrgebiet Wasserbau und Hydromechanik der Hochschule Bochum, die von der DFG mit rund 330.000 EUR finanziert wurde. Die Strömungsrinne dient der anwendungs- und grundlagenorientierten Forschung im Bereich von hydrometrischen Messverfahren, des Sedimenttransportes, sowie der Bauwerkshydraulik. Für die Rinne bestehen darüber hinaus Nutzungsvereinbarungen mit der Ruhr-Universität Bochum, der Universität Duisburg-Essen, der Hochschule Ruhr-West, der Bundesanstalt für Wasserbau und der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes.


Laborleitung

Christoph Mudersbach
Prof. Dr.-Ing. Christoph Mudersbach
Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwesen
Hochschule Bochum
Lennershofstr. 140
44801 Bochum
Raum: E 13
Tel.: +49 234 32 10249

Sprechstunde:
Sprechstunde in den Vorlesungszeiten: Donnerstag, 10-11 Uhr
Außerhalb der Vorlesungszeiten: nach Absprache

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